Discord

Discord - alles, was du wissen solltest

Uns ist es wichtig, offen über digitale Werkzeuge zu sprechen – und dabei realistisch, aber lösungsorientiert zu bleiben. Denn Verbote allein schützen nicht. Stattdessen setzen wir auf Aufklärung, klare Regeln und technische Vorkehrungen. Wir möchten Kinder und Eltern befähigen, digitale Tools bewusst und sicher zu nutzen. Genau darum geht es in diesem Beitrag: Heute sprechen wir über Discord.

 

Was ist Discord?

Discord ist eine Online-Plattform, die es ermöglicht, in Gruppen miteinander zu sprechen, zu schreiben und Inhalte zu teilen. Nutzende können sogenannten „Servern“ beitreten – das sind virtuelle Räume. In diesen Räumen kann man sich wie in einem Online-Klassenraum unterhalten und dazu schreiben und Dateien teilen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Direktnachrichten an andere Nutzende zu senden – ähnlich wie bei WhatsApp. Discord ist besonders beliebt bei Jugendlichen: Es gibt öffentliche Server zu nahezu jedem Thema, aber auch private, geschlossene Server – abhängig davon, wie ein Server eingerichtet ist und wer ihn verwaltet.

 

Warum wir Discord gewählt haben

Als Online-Akademie ist es uns besonders wichtig, mehr zu bieten als nur isolierte Unterrichtseinheiten. Wir möchten eine lebendige Lernumgebung schaffen, in der Kinder und Jugendliche sich nicht nur während der Kurse, sondern auch darüber hinaus miteinander austauschen können. Discord bietet dafür die idealen Voraussetzungen.

Über thematisch geordnete Kanäle können sich die Teilnehmenden direkt mit ihrer Gruppe, ihrer Kursleitung oder auch mit Teilnehmenden aus anderen Kursen vernetzen. So organisieren wir beispielsweise unsere Coding-Wettbewerbe, die für alle unsere Teilnehmende offen sind. Dieses Community-Feeling ist für viele Kinder ein großer Motivationsfaktor: Sie erleben, dass sie Teil einer kreativen Gemeinschaft sind, in der sie nicht allein lernen, sondern sich gegenseitig unterstützen und inspirieren.

 

Kinderschutz – für uns oberste Priorität

Discord ist in Deutschland offiziell ab 16 Jahren freigegeben. Das bedeutet: Kinder dürfen Discord nicht selbstständig nutzen, sondern nur unter Verantwortung und mit Zustimmung der Eltern. Diese Einordnung nehmen wir sehr ernst und sprechen sie bewusst offen an.

Warum diese Altersfreigabe? Bei vielen Kommunikationsplattformen gibt es reale Risiken, die Eltern kennen sollten. Dazu gehören unter anderem:

  • Direktnachrichten (DMs) von unbekannten Personen
  • unangemessene Inhalte, z. B. sexualisierte, gewalthaltige oder extremistische Inhalte
  • öffentliche Server, auf denen Inhalte nicht moderiert werden

Wenn unsere Teilnehmenden Discord nutzen, geschieht dies nur mit Zustimmung und unter Kontrolle der Eltern. Wie schaffen wir das? Mit Aufklärung und Bildung.

Wir betreiben einen eigenen, geschlossenen Discord-Server, zu dem ausschließlich Teilnehmende unserer Akademie Zugang erhalten. Alle Kinder und Jugendlichen sind uns namentlich bekannt, externe Personen haben keinen Zutritt. Die Serverstruktur, Kanäle und Inhalte werden durchgehend von unseren Kursleitenden moderiert. Zusätzlich haben wir technische Einschränkungen vorgenommen:

  • keine externen Einladungslinks
  • keine Möglichkeit, Links zu teilen
  • klar getrennte Kanäle nach Gruppen und Themen

Unser Ziel ist es, Kinder und Eltern im Umgang mit digitalen Räumen zu stärken.

Kinder und Eltern werden bewusst in die Sicherheitseinstellungen einbezogen. Wir erklären im Kurs und in unserem maßgeschneiderten Video-Tutorial Schritt für Schritt, wie Discord sicher genutzt wird. Wichtig sind vor allem folgende Punkte:

  • Direktnachrichten deaktivieren
    Direktnachrichten von Servermitgliedern können in den Einstellungen ausgeschaltet werden.
  • Freundschaftsanfragen einschränken
    Kinder sollen keine unbekannten Freundschaftsanfragen annehmen.
  • Regelmäßig die Server-Leiste prüfen
    Auf der linken Seite in Discord sieht man alle Server, in denen man Mitglied ist.
    Unser miniVERSUM-Server ist klar durch die grüne Rakete gekennzeichnet.
    Darüber – mit dem Discord-Logo – befinden sich die Direktnachrichten.
  • Nur im miniVERSUM-Server aktiv sein
    Eltern sollten regelmäßig gemeinsam mit ihrem Kind prüfen, dass keine weiteren Server hinzugefügt wurden.


Unser Fazit

Nach dem Kurs muss das Konto gelöscht und Discord deinstalliert werden. Wenn unsere Teilnehmenden Discord künftig eigenständig nutzen – also ab 16 Jahren –, werden sie verantwortungsvoll damit umgehen, da sie das Tool bereits kennen und sowohl seine Vorteile als auch seine Risiken einschätzen können.

Ebenso verfügen die Eltern unserer Teilnehmenden über das nötige Wissen, um ihre Kinder dabei zu begleiten und zu Hause informierte und konstruktive Gespräche zu führen.

Unser Ansatz ist klar: Wir setzen nicht auf pauschale Verbote, sondern auf Aufklärung, Begleitung und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Werkzeugen – denn genau diese Kompetenz brauchen Kinder (und Eltern) heute und in Zukunft.